Vermessungs- und Katasterwesen
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Seit 1991 hat der Kreis Kleve aufgrund der fortgeschrittenen Digitalisierung einen erheblichen Personalabbau realisieren können. Wurden 1991 noch rund 79 Stellen für die Aufgaben nach dem LVermG (ohne Baulandumlegung, Gutachterausschuss, GIS) vorgehalten, konnte diese Zahl bis zum Jahr 2004 auf rund 50 Stellen reduziert werden. Für die Abteilung Kataster und Vermessung des Kreises Kleve liegt eine personenscharfe Personaleinsatzplanung bis zum Jahr 2010 vor. Hierin sind sowohl die planbare Fluktuation als auch der veränderte Aufgabenbestand berücksichtigt. Um eine möglichst flexible Personalplanung zu gewährleisten, hat sich der Kreis Kleve für eine ganzheitliche Sachbearbeitung mit dem Ziel, die einzelnen Mitarbeiter vielseitig einsetzbar zu machen, entschieden. Diese Vorgehensweise begünstigt die vorliegende Personaleinsatzplanung für die Zukunft. Die Abteilung Kataster und Vermessung hat sich sowohl mit dem sich ändernden Aufgabenbestand als auch mit der planbaren Fluktuation des eingesetzten Personals auseinandergesetzt und in konkrete Personalbedarfs- und Personaleinsatzplanungen einfließen lassen. Im Zusammenhang mit der Gebäudeerfassung von vor 1972 errichteten Gebäuden hat der Kreis Kleve eine umfassende Wirtschaftlichkeitsanalyse durchgeführt und sich für die wirtschaftlichste Variante entschieden.
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Hohe Produktivität bei der Übernahme von Teilungsvermessungen
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Beim Kreis Viersen waren der Aufgabe „Übernahme von Teilungsvermessungen“ im Jahr 2004 2,88 vollzeitverrechnete Stellen (2005 nur noch 2,37 Stellen) im Vermessungs- und Katasteramt zugeordnet. Vergleichsweise ist dies das Minimum. Zudem übernimmt der Kreis je vollzeitverrechnete Ist-Stelle die höchste Anzahl von Teilungsvermessungen in das Liegenschaftskataster. Dies deutet auf eine sehr hohe Produktivität in dem untersuchten Aufgabenbereich hin. Diese Aussage wird auch durch einen Ausgabendeckungsgrad, der weit über 100 % liegt, bestätigt. Die hohe Produktivität wurde unter Beibehaltung einer konservativen Vorprüfung durch eine pragmatische Herangehensweise und ganzheitliche Sachbearbeitung erreicht. Zudem hat das Vermessungs- und Katasteramt ein funktionierendes Berichtswesen. Abweichungen können frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden.
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Liegenschaftskataster – effektiv und effizient
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Seit 1995 ist das Vermessungs- und Katasteramt des Kreises Warendorf Pilotamt für die Einführung einer Produktstruktur und einer Kosten- und Leistungsrechnung. Auch wenn die Kosten- und Leistungsrechnung kreisweit nicht fortgeschrieben wurde, nutzt das Vermessungs- und Katasteramt die Daten zur Gewinnung von steuerungsrelevanten Informationen. Die Mitarbeiter werden im Geschäftsbuch direkt mit einer Kostenstelle geführt und die Vorgänge einem Kostenträger zugeordnet. Darüber hinaus verfügt das Amt über eine fundierte Zeiterfassung, die die produkt- und kostenträger bezogene Auswertung von Zeitanteilen ermöglicht. Für die Leistung „Zusammenstellen von Vermessungsunterlagen“ im Produkt „Bereitstellung des Liegenschaftskatasters“ werden im Kreis Warendorf 1,2 vollzeitverrechnete Stellen vorgehalten. Setzt man diese Anzahl der Stellen in Relation zur Fallzahl, so erzielt der Kreis den Maximum-Wert von 1.190 Fällen je vollzeitverrechneter Ist-Stelle (Mittelwert: 579 und Minimum: 266). Dies zeugt von einer effizienten Arbeitsplanung in diesem Bereich.
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Digitalisierung spart Stellen
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Bereits Ende der 90er Jahre wurde unter Beteiligung aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Fachbereiches Vermessung und Kataster, eines externen Moderators, des Personalrates und der Organisationsverwaltung des Kreises Wesel eine Arbeitsgruppe „Kataster 2005“ gebildet, die sich schwerpunktmäßig mit der zukünftigen Entwicklung des Vermessungs- und Katasterwesens beschäftigt. Arbeitsergebnisse dieser Arbeitsgruppe wurden und werden im Fachbereich umgesetzt. Alle sich zur Stellenreduzierung ergebenden Möglichkeiten wurden in der Vergangenheit genutzt, was sich sowohl im Stellenplan als auch bei der Anzahl der vollzeitverrechneten Ist-Stellen widerspiegelt. Der Kreis Wesel bedient sich des Instrumentes des Kontraktmanagements. Jährlich wird zwischen der Verwaltungsleitung und dem Fachbereich ein Kontrakt geschlossen, in dem grundlegende Vereinbarungen festgelegt werden. Die Zuweisung des Budgets sowie Finanzziele sind ebenfalls Inhalt des Kontraktes. Werden im Fachbereich durch Managementleistungen Einsparungen bei Personalausgaben erzielt, so wird eine entsprechende Prämie gezahlt. Die strategischen Ziele, die für den Fachbereich formuliert worden sind, reichen von Zielen zur Qualitätssteigerung(Qualitätssteigerung der Geobasisdaten durch deren Aktualisierung und Homogenisierung) bis hin zur Erledigung gesetzlicher Aufgaben (Ermittlung der Bodenrichtwerte bis zum 15.02.2005). Ende 2004 konnte der Aufbau des Digitalen Rissarchivs abgeschlossen werden. Sämtliche Vermessungsunterlagen können nun aus digitalen Datenbeständen abgerufen und zur Verfügung gestellt werden. Zukünftig soll dies auch über einen Internet-Zugriff möglich sein. Hierdurch soll ein weiterer Stellenabbau in diesem Bereich möglich werden. Bereits jetzt erreicht der Kreis Wesel eine Produktivität in diesem Bereich, die weit über dem landesweitem Durchschnitt liegt.
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Organisationsuntersuchungen im Vermessungs- und Katasterwesen
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Der Rhein-Erft-Kreis hat seit dem Jahr 2003 im Rahmen einer Organisationsuntersuchung des Vermessungs- und Katasteramtes den Aufgabenbereich detailliert analysiert und die Ergebnisse in insgesamt sechs Teilberichten zusammengefasst. Die Ergebnisse der Teilberichte lassen sich wie folgt kurz zusammenfassen:
- Teilbericht mit dem Schwerpunkt auf „Übernahme von Gebäudeeinmessungen“.
- Teilbericht inkl. Ergänzungen mit dem Schwerpunkt auf
„Grundstücksbewertung/Bauleitplanung/Bodenordnung“
- Teilbericht mit dem Schwerpunkt auf „Auskunft/Benutzung und digitale Rissverwaltung“
- Teilbericht mit dem Schwerpunkt auf „Buchfortführung und Gebäudeeinmessung“
- Teilbericht mit dem Schwerpunkt auf „Vermessungen/Erfassung von Geobasisdaten“
- Teilbericht mit dem Schwerpunkt auf „Raumbezugssysteme/Kartografie/Reprografie“
Die Durchführung der Organisationsuntersuchungen sehen wir als beispielhaft an, insbesondere weil die Ergebnisse dazu führten, dass die Möglichkeiten zum Stellenabbau erkannt wurden und eine Realisierung bis zum Jahr 2012 erfolgt.
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