 Breites kulturelles Engagement durch Trägervereine
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Das kulturelle Leben in Radevormwald (24.200 EW) wird von einem sehr breiten bürgerschaftlichen und privaten Engagement getragen. Örtliche Kulturvereine und private Organisationen beteiligen sich an den in der Regel kostenintensiven Kultursäulen „Theaterveranstaltungen“, „Musikschulangebote“ und vielem mehr.
Die entsprechenden Aktivitäten von Bürgern für Bürger bewirken einerseits, dass Radevormwald auch als kleinere Stadt kulturell attraktiv und lebenswert bleibt, andererseits aber auch, dass die Allgemeinheit durch den städtischen Haushalt für Kulturaufgaben vergleichsweise nur ausgesprochen gering belastet wird.
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 Viel Musik für wenig Geld
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Ausgesprochen wirtschaftlich betreibt die Stadt Rheinberg (32.100 EW) ihre städtische Musikschule. Sie schafft dies durch Kooperation mit den privaten Musikschulen vor Ort, aber auch dadurch, dass sie sich für den städtischen Musikunterricht auf "musikalische Nischen" (musikalische Früherziehung, musikalische Grundausbildung, Gitarre, Blockflöte, Geige ...) spezialisiert und den übrigen Anbietern "keine Konkurrenz" macht.
In den zurückliegenden Jahren konnte der städtische Musikunterricht so mit wenigen Honorarkräften erfolgreich und nahezu kostendeckend organisiert werden.
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Weitere Infos: Stadt Rheinberg,Fachbereichsleiterin
Frau Thuleweit, Telefon 02843/171-116, E-Mail: vera.thuleweit@rheinberg.de
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 VHS – mit Kennzahlen erfolgreich steuern
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Kostendeckungsgrade bei der Volkshochschule von über 80 %?
Bei der Stadt Paderborn (143.000 EW) ist dies seit Jahren üblich.
Für jeden Kurs wird – mit technischer Unterstützung – der Kostendeckungsgrad ermittelt, Teilnehmer- und Kurszahlen kennzahlengestützt differenziert analysiert und darauf reagiert.
„Paderborner Weiterbildungskonferenz“ und „Paderborner Weiterbildungsbörse“ vernetzen die Angebote der Vielzahl von Weiterbildungsträgern und schaffen Transparenz.
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Weitere Infos: VHS Paderborn, Frau Hensel-Stolz, Telefon: 05251/88-1229, E-Mail: vhs@paderborn.de
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 Kostenbewusste VHS
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Bei der VHS Beckum (Stadt Beckum, 38.000 Einwohner) ist praktizierte Wirtschaftlichkeit oberstes Gebot. So schafft sie es, mit einem geringen Zuschussbedarf auszukommen:
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Kursleiter/innen können selber Kurse einrichten, wenn sie die erforderliche Mindestzahl von Schüler/innen erreichen,
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Die allgemeine Verwaltung wird mit 2,0 Stellen straff geführt
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Kundenbindung beispielsweise durch 10er-Karten
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Aufwendige Veranstaltungen (z.B. Bildungsreisen) werden vermieden
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Nebenberufliche Kräfte werden in Werbung, Gestaltung, Akquise und Öffentlichkeitsarbeit einbezogen
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Honorare sind in einigen Bereichen erfolgsbezogen (Mindestsatz plus Zuschlag ab bestimmter
Teilnehmerzahl)
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Veranstaltungen mit hohen Honorarkosten werden nur nach Voranmeldung durchgeführt
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Für Ermäßigungen gilt Bagatellgrenze. Erst ab 40 Euro wird eine Ermäßigung gewährt.
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Weitere Infos: VHS Stadt Beckum, Herr Dohler, Tel: 02521/29-700, E-Mail: vhs@beckum.de
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 „Weniger ist oft mehr“ – reduziertes Veranstaltungsprogramm
ohne Qualitätseinbuße
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Die Stadt Dinslaken (71.200 Einwohner) hat den Zuschussbedarf für Kultur dadurch verbessert, dass sie das Veranstaltungsprogramm kennzahlengestützt „durchforstet“ hat und den Umfang des Programms dem tatsächlichen Bedarf angepasst hat. So konnte beispielsweise die Anzahl einiger Veranstaltungen ohne Qualitätsverlust von sechs auf vier reduziert werden. Honorare konnten so deutlich zurückgefahren werden, während die Einnahmen nur geringfügig gesunken sind.
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Weitere Infos: Stadt Dinslaken, Kulturamtsleiter Klaus-Dieter Graf, Tel: 02064/66-271,
E-Mail: klaus-dieter.graf@dinslaken.de
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 Bibliothek, Weiterbildung und VHS in einer Hand
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Die Stadt Unna (69.700 Einwohner) hat mit der Einrichtung des Zentrums für Information und Bildung (ZIB) die Aufgaben Bildung und Kultur in einem Fachbereich und in einem Gebäude zusammengefasst. So konnte die Stelle der Leitung der Bibliothek eingespart und die Aufgaben der Leitung des Bereiches Weiterbildung übertragen werden. Dies wird sich – in positivem Sinne - gravierend auf den Zuschussbedarf auswirken. Auch die Stelle der Leitung der Volkshochschule soll eingespart und ebenfalls der Leitung des Bereiches Weiterbildung übertragen werden.
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Weitere Infos: Stadt Unna, ZIB, Herr Sedlack, Tel.: 02303/103-750,
E-Mail: Axel.Sedlack@stadt-unna.de
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 Betriebswirtschaftliches Management im Bereich Kultur und
Musikschule
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Die Stadt Wermelskirchen (36.900 Einwohner) zeigt in vorbildlicher Weise wie die Aufgaben Kultur und Musikschule kostengünstig geführt werden kann:
durch die Übertragung der Aufgaben an einen Verein e. V. wurde im Falle der Musikschule ein stabiler- versehen mit einer steigenden Tendenz – Kostendeckungsgrad von über 60 % erreicht (nach VDM-Statistik).
Durch eine bewusste Steuerung und breit angelegte Beteiligungsprozesse wurde eine Kostenminimierung und gleichzeitige eine Einnahmeerhöhung erzielt. Die Musikschule erhält daneben seit 1999 einen gedeckelten städtischen Zuschuss.
Durch den Abbau von Stellenanteilen konnten die Personalkosten stabil gehalten werden. Das Personal rekrutiert sich aus Festanstellungen wie auch aus Honorarkräften. Die Organisation ist durch eine hohe Datentransparenz gekennzeichnet und basiert auf betriebswirtschaftlichen Grundlagen.
Die breite Angebotspalette an Kunst- und Kulturveranstaltungen ist ebenfalls das Ergebnis eines hohen ehrenamtlichen Engagements und einer breiten Vereinsförderung im gesamten kultur – und heimatpflegerischen Bereich. Die Gestaltung der Veranstaltungsangebote ermöglicht die gezielte Förderung von Nachwuchskünstlern. Besondere Veranstaltungsangebote erfolgen über eigenbetriebsähnliche Einrichtungen. Der städtische Zuschuss wird teilweise auf ein privates Stiftungsvermögen verlagert.
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 Ehrenamtliches Engagement hilft bei der Aufrechterhaltung
freiwilligerLeistungen
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Das Freibad ‚Elsebad’ wurde durch ein vorbildliches ehrenamtliches Engagement zu neuem „Leben erweckt“. Im November 2003 wurde das Elsebad bereits im Rahmen der Agenda 21 NRW als ‚Best-Practice’ Beispiel entsprechend gewürdigt. Die Bürgerinitiative zeichnet sich durch seinen hohen Innovationsgehalt aus und zeugt von nachhaltiger Wahrnehmung einer Sozial - und Gesellschaftspflicht! Zur Aufrechterhaltung des Freibadbetriebes wurde zwischen der Stadt Schwerte (50.500 Einwohner) und der für diesen Zweck gegründeten gemeinnützigen Badbetriebsgesellschaft mbH als Betreiberin für jeweils fünf Jahre ein Vertrag geschlossen. Als städtischen Investitions- und Betriebskostenzuschuss erhält der Verein jährlich 52.000,- €, im Gegenzug fallen für die Stadt Schwerte keine Personalausgaben mehr an. Unterstützung erhält der Verein durch das Engagement zahlreicher weiterer Vereine, Kindergärten und Schulen. Die Historie des Elsebades ist Ausdruck größten bürgerlichen Engagements und Solidarität.
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 Qualitätsentwicklung in der Erwachsenenbildung
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Der Zweckverband Volkshochschule Emsdetten/Greven/Saerbeck (ZV) befindet sich im Zertifizierungsverfahren „Lernorientierte Qualitätstestierung“ (LQW 2). Im Mittelpunkt des einjährigen Zertifizierungsprozess stehen die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Leistungserbringung.
In verschiedenen, durch das Zertifizierungsinstitut moderierten Qualitätszirkeln wurden die Qualitäten analysiert und dokumentiert. Der Prozess- und Ergebnisevaluation folgt die Erarbeitung von Entwicklungszielen, die quantifiziert werden, um die Zielerreichung überprüfbar zu machen.
Die Entwicklung eines Leitbildes, die Zielfindung, Leistungsbeschreibungen, die Evaluation von Leistungszielen wie die Zusammenführung der fachlichen und finanzwirtschaftlichen Leistungssteuerung sind beispielhafte Elemente des Verfahrens.
Das Zertifizierungsverfahren LQW 2 ist in Niedersachsen eingeführt worden und als Qualitätsstandard Voraussetzung für die Anerkennung von Weiterbildungsträgern bzw. deren Förderung. In Nordrhein-Westfalen steht eine entsprechende Novellierung des Weiterbildungsgesetzes noch aus.
Bereits im Verfahren konnte der ZV Optimierungspotentiale in der Struktur- und Prozessqualität erkennen und umsetzen (Verantwortlichkeiten für Entscheidungen, Zuständigkeiten für bestimmte Tätigkeiten wie Anmeldungen und Kursberatung, Rationalisierungspotentiale bei der Kundenwerbung etc.). Die Ergebnisqualität und deren Evaluation werden weitere Entwicklungspotentiale sichtbar machen.
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Ansprechpartner: Zweckverband Volkshochschule Greven / Emsdetten / Saerbeck, Direktor Josef Lülf, Telefon: 02572 / 96037-10, E-Mail: luelf@vhs-e-g-s.de
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 Ausgaben gezielt steuern und begrenzen
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Die Stadt Lübbecke (26.300 Einwohner) bezieht bewusst Ehrenamtliche, kulturtragende Vereine und private Institutionen stark in das kulturelle Angebot mit ein. Dabei gelingt ihr sogar der Spagat, Zuschüsse gezielt zu steuern sowie Kosten zu reduzieren und dennoch einen Qualitätszuwachs zu erreichen.
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 Lebendige Kultur und bürgerschaftliches Engagement
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In der oberbergischen Stadt Wiehl (27.000 Einwohner) wird die lokale Kulturarbeit im Wesentlichen durch bürgerschaftliches Engagement getragen. Der auf Initiative des Rates 1987 gegründete Kulturkreis Wiehl e.V. nimmt die Durchführung kultureller Veranstaltungen (Musik, Theater, Kabarett & Comedy) wahr. Die zurzeit 450 Mitglieder des Kulturkreises e.V. umfassen Firmen, Einzelpersonen und Vereine. Die Geschäftsführung des Kulturkreises liegt bei der Stadt Wiehl (Kulturamtsleitung).
Bürgerschaftliches Engagement kann so erheblich zur Qualität, Effizienz und Effektivität öffentlicher Dienstleistungen beitragen, auch und gerade in Zeiten finanzieller Knappheit.
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Weitere Infos: Stadt Wiehl, Leiter des Kulturamtes Herr Hans-Joachim Klein, Telefon: 02262/99-302,
E-Mail: h-j.klein@wiehl.de
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Die Stadt Tönisvorst (30.000 Einwohner) liegt bei ihren Aufwendungen für Kultur im interkommunalen Vergleich 2003 unter dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das kulturelle Angebot in Tönisvorst gering ist. Durch die Gründung des Stadtkulturbundes Tönisvorst e.V. vor etwa 10 Jahren wurde ein Weg eingeschlagen, der für andere Städte und Gemeinden in NRW ein gelungenes Praxisbeispiel für ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement aufzeigt.
Das Veranstaltungsprogramm jeder Spielzeit (Komödie, Schauspiel, Musical, Jazz, Kabarett, Konzert) findet eine außerordentlich positive Resonanz bei den Besucherinnen und Besuchern, die auch aus den Nachbargemeinden kommen.
Finanziell trägt sich der Stadtkulturbund Tönisvorst durch
Abonnements, Kartenverkauf, Mitgliedsbeiträge und die finanzielle Unterstützung der Tönisvorster Sparkassenstiftung. Bemerkenswert ist außerdem, dass sich verschiedene Sparkassen und Banken sowie ortsansässige Firmen in hohem Maße an den Veranstaltungen des Kulturbundes finanziell beteiligen. Dafür erscheinen ihre Anzeigen kostenlos im Veranstaltungskalender. Die kulturell Interessierten erfahren dadurch, welche private Institution oder Firma sich für das Kulturgeschehen in Tönisvorst einsetzt.
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Weitere Infos: Stadtkulturbund, Herr Peter Siegel, Telefon: 02151/797261
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Auch der Stadt Overath (27.000 EW) ist es gelungen, die Aufwendungen für den Kulturbereich zu senken, ohne Abstriche an den Angeboten für die Bürger machen zu müssen. Seit Ende 2003 ist in Overath der Marketingverein „Ov.plus e.V.“ etabliert. Dieser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den Standort Overath mit hoher Wohn- und Arbeitsqualität weiterzuentwickeln. Dem Verein gehören neben der Stadt Overath Mitglieder aus Wirtschaft, Dienstleistung, Handwerk, Tourismus, Jugend und Kultur an. Geschäftsführer des Vereins ist satzungsgemäß der für den Bereich Kultur zuständige Beigeordnete der Stadt. Ideell, materiell und finanziell unterstützen die Mitglieder der Sparte „Kultur“ beispielsweise die Konzeptentwicklung für den neuen Kulturbahnhof („Kunst an der Schiene“), die Organisation jährlich wiederkehrender Kulturveranstaltungen wie z.B. Literaturtage (Wochenende im September), die Sommermusik (monatlich im Zeitraum von Juli bis September), die Sommerwerkstatt (Overather Künstler arbeiten mit Jugendlichen) und vieles mehr.
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